Der Weg ist das Ziel

Terrier Ian Allgemein

Wir beschreiten neue Wege in unserem Training!

Angeregt von Dr. Esther Schalke wollte ich schon lange damit beginnen, dass keine Versteckperson mehr am Ziel wartet und ebenso, dass die Hunde auch auf dem Trail belohnt werden. Letzteres haben wir mit fortgeschrittenen Hunden bereits getestet, insbesondere wenn die Hunde eine Schwierigkeit gut gemeistert hatten, gab es einen Leckerbissen zwischendurch. Kein Hund hatte aufgehört zu trailen, denn die Motivation der Hunde ist nicht nur die Belohnung am Ende des Trails, sondern das Suchen ist für sie bereits selbstbelohnend.

In den beiden Videos seht Ihr Terrier Ian, er ist 4 Jahre alt und hat eine Besonderheit: Ian ist taub von Geburt an. Die Kommunikation mit Ian erfolgt über Körpersprache, Sichtzeichen und Berührungen.

Ich war also recht gespannt – hätte mir meine Aufregung jedoch getrost sparen können. Ian Mantrailing beizubringen war viel leichter als gedacht. Als erstes spielt hier nämlich die Natur des Terrier eine entscheidende Rolle: Eine Spur verfolgen – nichts leichter als das 🙂 Zudem wurde ihm als junger Hund bereits das Spursuchen beigebracht. Das ist zwar schon einige Zeit her, aber was Spaß macht, wird nicht vergessen.

1. Trail: Vier Geruchartikel mit Leckerli auf kurzer Strecke

Hier nun der erste Durchgang. Auf den „verloren“ gegangenen Geruchartikeln am Start, auf der Spur und am Ende liegen jeweils Leckerli. Dadurch erreichen wir, dass der Hund ganz zum Geruchartikel hingeht und die Aufgabe – das Spursuchen mit den Gegenständen verknüpft.

Erster Durchgang mit Leckerli auf den Geruchartikeln

Um die Aufmerksamkeit des Hundes zu erlangen, tippt die Halterin zweimal auf den Körper. Sie zeigt auf den Geruchartikel und schickt den Hund dann los. Nachdem Ian den ersten Geruchartikel gefunden hatte, war für ihn die Aufgabe schon beendet, denn in der Regel erfolgt die Belohnung immer am Ende eines ausgeführten Befehls. Aber hier geht’s weiter, kein Problem. Beim zweiten Geruchartikel – einer Telefon-Banane – arbeitet er sogar schon von selbst weiter. Es gab eine Ablenkung für ihn durch eine interessante Pipistelle, aber das macht nichts. Am T-Shirt dann Ende des ersten Durchgangs. Wow – das hat super geklappt.

2. Durchgang: Zwei Geruchartikel, längere Strecke, eine Entscheidung und die Hundeführerin belohnt

Der zweite Durchgang war einfach nur genial. Als Geruchartikel hat die Versteckperson ein Stück Holz verloren und zwischendurch gibt es die Belohnung bei einem Werkzeug. Hier bauen wir gleich die Sitz-Anzeige ein, das wäre das übergeordnete Ziel. Und seht Ihr: Kaum nimmt die Halterin die Leine in die Hand, sucht Ian schon weiter. Wenn das nicht mega schnell gelernt ist?

Zweiter Durchgang – Ian trailt schon wie ein Profi

Am Ende dann ein Schal, die Belohnung wird direkt darauf geworfen, um die Verknüpfung zu festigen. Nach dem Umleinen war die Aufgabe fertig und sowohl Ian, Frauchen und ich mega zufrieden. Ich freue mich auf die Fortsetzung, Ihr auch?

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